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Wirkungsweise des Nikotins

Pharmakologische Wirkung von Nikotin

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© dkfz.de

Eine Zigarette enth�lt bis zu 13 mg Nikotin, davon werden beim Rauchen zwischen 1 und 2 mg pro Zigarette aufgenommen. Bei einem Konsum von 20 Zigaretten pro Tag werden also zwischen 20 und 40 mg Nikotin �ber den Tag verteilt aufgenommen.

Nikotin erreicht innerhalb weniger Sekunden (ca. 10 Sekunden) nach dem Einatmen das Gehirn, wo es seine Wirkung entfaltet. Die Wirkung erfolgt schneller als bei der Verabreichung einer Injektion. Im Gehirn bindet Nikotin an die sogenannten Acetylcholin-Rezeptoren, das sind f�r bestimmte biochemische Signalprozesse spezialisierte Bindungsstellen auf den Zellen. Es regt beispielsweise eine Steigerung der Dopamin-Produktion an, was mit einem unmittelbaren Wohlgef�hl bzw. dem Gef�hl von Beruhigung einher geht. Neben der Anregung dieses Prozesses im sogenannten "Belohnungszentrum" des Gehirns wirkt das Nikotin au�erdem anregend auf Hirnareale, die f�r Wachheit und die Steigerung der Aufmerksamkeitsleistung zust�ndig sind.

�ber die im Gehirn ablaufenden Prozesse wird schlie�lich eine Aktivierung des sympathischen und parasympathischen Nervensystems angesto�en. Durch die Anregung des Parasympathikus kommt es zu einer Steigerung der Magensaftproduktion, sowie einer verst�rkten Darmt�tigkeit und damit zur Anregung der Verdauung. Die Aktivierung des Sympathikus f�hrt zur Freisetzung von Adrenalin und damit zu einer Steigerung der Herzfrequenz und dem gesteigerten Abbau von Fetten und Glykogen (Blutzucker). Dadurch wird auch die zu sich genommene Nahrung schneller verstoffwechselt, was einen erh�hten Energieumsatz zur Folge hat. Au�erdem wirkt das Nikotin auf das sogenannte "Brechzentrum", d.h. es vermindert den Appetit und ruft �belkeit hervor.

Durch die vom Nikotin angesto�ene Freisetzung von Vasopressin verengen sich die Blutgef��e, was in der Folge zum Ansteigen des Blutdrucks beitr�gt. Weiterhin wirkt das Vasopressin antidiuretisch, vermindert also die Harnproduktion und den Harndrang. Nikotin f�rdert ausserdem die Blutgerinnungsneigung, wodurch sich die Gefahr von Thrombosen erh�ht.

Nikotin bewirkt eine Erh�hung der Atemfrequenz und wegen der �bererregung von Druck- und Schmerzrezeptoren auch eine erh�hte Schmerzempfindlichkeit.

Nachdem es seine Wirkung entfaltet hat, wird das Nikotin �ber die Leber abgebaut, indem Nikotin zu Cotinin oxidiert und dies schlie�lich �ber die Blase ausgeschieden wird. Die Halbwertszeit des Nikotins im K�rper betr�gt etwa 2 Stunden.

Bereits w�hrend Nikotin abgebaut wird, entwickelt sich ein erneutes Rauchverlangen, um die Rezeptoren im Gehirn mit Nachschub zu versorgen und in der Folge das gew�nschte Wohlgef�hl zu erreichen. Bleibt dieser Nachschub zu lange aus, entwickeln sich unangenehme Entzugssymptome wie Unruhe, Gereiztheit, Unkonzentriertheit, etc..

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